News aus Psychologie und Psychotherapie

Wir kennen das alle: Am Anfang unserer Beziehung kann der Partner gar nichts falsch machen, wir sehen ihn durch eine rosa Brille. Mit der Zeit lässt diese (zugegebenermaßen sehr schöne) Wahrnehmungsverzerrung nach und wir gewinnen einen realistischeren Blick auf uns. Wenn Paare sich jedoch dauerhaft destruktiv streiten, entsteht eine Wahrnehmungsverzerrung in die gegengesetzte Richtung. Beide Partner erwarten die Erfüllung ihrer Bedürfnisse vom anderen, übersehen jedoch, dass sie dies mit ihrem eigenen Verhalten quasi unmöglich machen. Aus der Bedürftigkeit heraus ist keine Empathie möglich. Es entsteht ein Widerstand, sich um den als unempathisch wahrgenommenen Partner zu bemühen. So fühlen sich beide Seiten zunehmend als Opfer, eine Art Konkurrenz entsteht. Die Wahrnehmung des Partners wird immer negativer, es entsteht eine destruktive Dauerschleife, eine Patt-Situation in der das Paar gefangen ist. Beide sehen sich durch eine Art graue Brille, die Fronten verhärten zunehmend, irgendwann geht nichts mehr. Verletzungen häufen sich an, Gefühle verringern sich, die Beziehung nimmt Schaden.

Die Lösung? Auf die Ressourcen konzentrieren. An das erinnern, was gut läuft und was man am Partner schätzt. Jeden Tag, jede Kleinigkeit zählt. Wenn wieder regelmäßig positive Gedanken aufkommen, kann sich die verzerrte Wahrnehmung Schritt für Schritt auflösen. Mit einem realistischeren und wohlwollenderen Blick auf den Partner wird Empathie wieder möglich. Opfer- und Konkurrenzdenken lassen nach, das Klima wird friedlicher, Gefühle erholen sich. Ohne den verzerrten Blick durch die graue Brille erscheint der Partner wieder liebenswert und eine konstruktive Auseinandersetzung mit Konflikten wird wieder möglich.

In einem Beitrag von ze.tt (Zeit Online) wird der Paartherapeut David Wilchfort zum Thema Streit in Paarbeziehungen interviewt.

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Ein Beitrag von karrierebibel.de:

Die Liebe zu sich selbst ist eine Herausforderung. Die eigenen Fehler, die Leistungen der anderen und hohe Erwartungen machen es vielen Menschen schwer, ein positives Bild von sich selbst zu entwickeln und sich selbst so zu akzeptieren, wie sie sind. Dabei ist Selbstliebe eine wesentliche Voraussetzung für Glück und Erfolg: Wer sich selbst nicht mag, wird weder an sich glauben, noch gute Beziehungen pflegen können. Die gute Nachricht: Selbstliebe lässt sich lernen...

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Bei erfolgloser Suche bezahlen Krankenkassen die Behandlung in einer Privatpraxis. Im folgenden Artikel beschreibt Sabine Doll in der Onlineausgabe des Weser-Kurier, wie eine Kostenerstattung der privaten Krankenkassen für eine Psychotherapie in einer privaten Praxis erreichbar ist.

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1. Depression ist keine Frage der Wahl.

Depression ist eine der hilflosesten und frustrierendsten Erfahrungen, die ein Mensch machen kann. Manchmal ist es Traurigkeit, manchmal ein Gefühl der Leere und manchmal fühlt man absolut gar nichts. Zeitweise kann die Depression in einem Menschen das Gefühl erzeugen im eigenen Körper und Geist gefangen zu sein, gelähmt, unfähig Dinge zu tun, die man eigentlich liebt oder die dringend getan werden müssten. Depression ist nicht nur einfach ein schlechter Tag oder eine schlechte Stimmung und es ist auch nicht etwas, was jemand einfach „durchstehen“ kann. Niemand entscheidet sich dafür depressiv zu sein.

 

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Im folgenden Artikel gibt die Autorin praktische Tipps, wie es gelingt ungewünschte reflexartige Reaktionen wie Ärger, Wut oder Angst in den Griff zu bekommen.

Wenn wir uns bedroht oder ängstlich fühlen, kann es sein, dass wir ganz automatisch mit einem uralten biologischen System reagieren: Angriff, Flucht oder Erstarrung. Stresshormone überfluten uns und wir handeln nicht mehr rational. Diese reflexartigen Reaktionen sind in unserer heutigen Welt und auch für unsere Bezienungspartner nicht immer angenehm, manchmal auch schädlich für uns selbst. Wie also verändern wir diese Dynamik? Ist es möglich solche Prozesse überhaupt zu verändern? Ja, das ist es. Wir können in 3 Schritten zu einem reflektierteren und positiveren Erleben und Handeln kommen. Diese Schritte sind:

 

  1. Herausfinden, was die Auslöser sind: Wann fühle ich den stärksten Ärger? In welche Situationen möchte ich einfach nur alleine sein? Wann fühle ich mich wie erstarrt?
  2. Die eigenen Reaktionen bemerken: Herzrasen, aufsteigende Hitze, Lautwerden der Stimme, Zähne zusammenbeißen, Anspannung des Kiefers, etc.
  3. Den Impuls kontrollieren: Im Hier und Jetzt bleiben, 2 mal tief Atmen, Emotionen aushalten, sich Zeit lassen (bis 10 zählen)

Im Anschluss an diese 3 Schritte sind wir wieder in der Lage reflektiert und rational zu handeln.


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